Seit 2012 ist die IsoSpeed-Entkopplung ist das Markenzeichen der Trek Domane: ein Scharnier zwischen Sitzrohr und Oberrohr, das es ermöglichte, den Sitzrohrteil mit dem Fahrwerk zu verbinden. Fabian Cancellara, Lizzie Deignan und Elisa Longo Borghini gewannen damit Paris-Roubaix. Bei der neuen fünften Generation der Domane ist IsoSpeed verschwunden. Trek erklärt in einem ausführlichen Whitepaper, warum das möglich ist.
Breite Reifen haben die Arbeit übernommen
Die erste Domane wurde mit Reifen mit 25 mm Breite und Vorderradbremsen gefahren, und diese schmalen Reifen mussten stark aufgepumpt werden. Dafür brauchte man IsoSpeed. Mit Scheibenbremsen war Platz für viel breitere Reifen, die man weicher fahren konnte. Die Gen 5 kommt standardmäßig mit 35 mm Reifen (außer der SLR 9 AXS 1x). Dadurch konnte Trek ein leichteres und einfacheres Fahrrad bauen.
Der Komfort kommt nun aus drei Dingen:
- Die Sattelstütze: Ein Oval im Inneren, damit er bei Schlägen vertikal zusammenzieht, aber seitlich bleibt er steif, wenn man schiebt.
- Das Gehäuse: Die Karbonaufbau ist sowohl für Komfort als auch für die Steifigkeit des Treppenlaufwerks ausgelegt.
- Die Reifen: 35 mm, gefahren bei niedrigerer Druckstufe.
Leichter und straffer
Die Gen 5 ist 292 Gramm Licht Dann die Gen 4, und ohne die Wartung, die IsoSpeed verlangt hatte. In der Stufensteifigkeitsprüfung des deutschen Tour Magazins erzielt er eine Punktzahl von 6 Prozent besser. Damit befindet er sich laut Trek genau zwischen dem alten Domane und der Madone Gen 8: nicht so steif wie die reine Rennmaschine, aber mit merklich mehr direkter Kraft auf den Pedalen.

Messung auf der Band
Normalerweise misst man den Komfort, indem man Gewichte an einen Sattel hängen und beobachten, wie sich der Rahmen verformt. Trek hält dies für zu knapp, da Räder und Reifen nicht mitgerechnet werden und kein gefahrloses Radfahren stattfindet. In dem Trek Performance Research Lab fährt ein Testfahrer daher auf einer speziellen Laufbandanlage mit einer rutschigen Fahrbahn. Sensoren in Sattel und Lenker messen die Schwingungsenergie, die der Fahrer aufnimmt.
Die Ergebnisse: Mit herkömmlichen 25 mm Reifen erreichte der Fahrer, selbst mit IsoSpeed, 19 Prozent mehr Vibrationen Verarbeitet wird er dann auf der Gen 5. Im Vergleich zur Gen 4 mit 32 mm Reifen liegt die Gen 5 mit 35 mm Reifen (mit 10 Prozent geringerer Druck) im Rahmen. 5 Prozent Mit 3D-Motion-Capture konnte Trek zudem kaum Unterschiede zwischen dem Verhalten des Sattels und des Renners feststellen: weniger als ein Zehntel Millimeter.

Neben dem Labor wurde auch viel gefahren: Die Pro-Modelle hatten beim Schreiben des Whitepapers bereits mehr als 400 Stunden und fast 10.000 Kilometer zurückgelegt. Die vertraute Belastbarkeit und Sitzposition der Domane bleiben unverändert.
Unsere Sicht
Ehrlich gesagt von Trek: Sie selbst geben zu, dass die Gen 5 nur ein Bruchteil so komfortabel ist wie die Gen 4 mit IsoSpeed, aber dafür erhält man 292 Gramm mehr Gewicht, zusätzliche Stabilität und weniger Wartungsaufwand. Das bestätigt auch unsere Beobachtung: Breite und Reifendruck bestimmen den Komfort mehr als cleveres Rahmendesign. Wenn man die Gen 5 fährt, pumpt man die Reifen nicht zu stark auf, sonst verliert man genau diesen Komfort.
Quelle: Domane Gen 5 Whitepaper